Teneriffa – Vielfalt vereint auf einer Insel

Dies ist ein kleiner Beitrag über die kanarische Insel Teneriffa. Die Vulkaninsel hat sowohl für Strandurlauber und Wassersportler als auch Naturliebhabern und Wanderern eine Menge zu bieten.

Teneriffa

Im Winter dieses Jahres konnte ich mich von der Vielfalt der schönen Insel überzeugen. Glücklicherweise hatte es vor meiner Ankunft einige Tage geregnet, so dass die Vegetation in voller Pracht grünte und blühte.

Wanderpfad Barranco del Infierno

Die Insel hat eine Gesamtfläche von 2.034 Quadratkilometern und ist damit die Größe der Kanarischen Inseln. Da das Klima zu jeder Jahreszeit angenehm ist, hat sich die Insel zu einem beliebten Urlaubsziel etabliert. Für vielerlei Freizeitaktivitäten hat Teneriffa etwas zu bieten: Wanderer kommen so zum Beispiel auf Ihre Kosten. Ein Beispiel ist der Wanderweg in der Nähe von Adeje (Barranco del Infierno). Die Landschaft zeichnet sich dort durch spitze Berggipfel aus.

Auch für Wanderer interessant sind das Tenogebirge im Westen Teneriffas und das Anagagebirge ganz im Osten der Insel.

Für Surfer ist im Süden der Insel unweit des Flughafens El Médano gelegen. Da der Wind in dieser Gegend oft sehr stark ist, zieht es Windsurfer hier her.

El Médano

Neben dem Sport gibt es viele historische Städte zu erkunden. Im Norden befindet sich z.B. die Hauptstadt Santa Cruz. Das wohl bekannteste Wahrzeichen der Insel befindet sich in der Stadt: das Auditorio de Tenerife. Es ist die Konzert- und Kongresshalle. Im Jahr 2003 wurde die Halle eröffnet. Heute ist das spanische Sinfonieorchester „Orquestra Sinfonica de Tenerife“ in der Halle zuhause und jährlich finden hier musikalische Veranstaltungen statt. Die Lage und das Erscheinungsbild erinnern stark an die Oper in Sydney.

Auditorio de Teneriffe

Außerdem in Santa Cruz befindet sich die „Iglesia de Nuestra Senora de la Concepcion“. Die Kirche gehört zu der berühmtesten Sakralbauten in der Stadt. Wegen ihres hohen Glockenturms man kann die Kirche leicht aus vielen Orten in der Stadt zu sehen.

Iglesia de Nuestra Senora de la Concepcion

Wenn man weiter im Norden unterwegs ist und nach La Orotava kommt, ist ein Pflichtbesuch die „Calle San Francisco“. Hier steht das „Haus der Balkone“. Das Haus stammt aus dem Jahre 1632 und ist ein kleines historisches Museum über Sitten und Bräuche von La Orotava.

Haus der Balkone

La Orotava ist wegen der ausgezeichneten klimatischen Verhältnisse das bedeutendste landwirtschaftliche Anbaugebiet Teneriffas. Und bedeutender als Puerto de la Cruz, denn die heutige „Hauptstadt“ des Nordens, war früher nur der Hafen von La Orotava.

Schöne Sonnenuntergänge kann man auch in La Orotava erleben:

La Orotava

Ein absolutes Highlight ist natürlich der Pico del Teide. Er ist ist der höchste Berg Spaniens mit seinen 3718 Metern. Er liegt im Zentrum der Insel und ist eigentlich ein Vulkan. Der letzte Ausbruch am Teide-Massiv fand am 18. November 1909 am Chinyero, einem Schlackenkegel 10 km nordwestlich des Gipfels statt. Der letzte Ausbruch innerhalb der Caldera ereignete sich im Jahre 1798 an den Narices del Teide, die an der Flanke des westlichen Nachbarvulkans Pico Viejo (3.134 m) liegen. Wer bis zum Gipfel des Vulkans gelangen möchte, kann dies zum Teil mit der Seilbahn tun. Diese fährt bis auf eine Höhe von 3500 Metern. Für die letzten Meter ist der Weg zu Fuß notwendig und auch eine Genehmigung, da nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern pro Tag bis zum Gipfel hinauf gelangen dürfen.

Pico del Teide

Im Nationalpark gibt es gekennzeichnete Weg, über die man zum Teide gelangen kann. Im Winter liegt im Nationalpark und auf dem Gipfel des Teide oft Schnee, wodurch jedoch auch der Betrieb der Seilbahn eingestellt werden kann:

Nationalpark

Und wer gern eine Mondlandschaft erleben will, ohne dazu extra zum Mond zu fliegen, ist hier genau richtig!

„Über den Wolken“

Die letzten Überreste des Vulkanausbruches sind noch zu erkennen:

Ausblick zum Pico del Teide

Wer vom Wandern nicht genug bekommen kann, sollte unbedingt eine Wanderung durch die Masca Schlucht unternehmen. Diese Wanderung ist jedoch nur für erfahrene Wanderer empfehlenswert, da der Abstieg aus 600 m teilweise sehr steil und steinig ist. Manchmal muss außerdem durch Bäche gelaufen und über kleine Felsen geklettert werden.

Ausblick zur Masca Schlucht

Bevor man den Abstieg beginnt, begibt man sich am Besten in das Bergdorf Masca. Da viele Bewohner in die größeren Städte abgewandert sind, gibt es hier nur noch wenige Einwohner. Früher wurden überall, wo es möglich ist, terrassierte Felder angelegt. Bis Ende des 20. Jahrhunderts kamen die besten Zwiebeln, Kartoffeln und der beste Knoblauch der Insel Teneriffa aus Masca.

Masca

Einen Abstieg bis zum Meer dauert je nach Schnelligkeit ca. 4 Stunden. Man steigt zwischen riesigen Felsen und schmalen Schluchten Stück für Stück nach unten und kann sich am Ende von einem Schiff abholen lassen, oder den Weg nach oben zurück gehen.

Wer Teneriffa aus der Ferne betrachten möchte, kann dies auf zahlreichen Ausflugsschiffen tun:

Ausflug auf dem Meer

Die Insel hat natürlich noch jede Menge anderer Sehenswürdigkeiten zu bieten, die ich hier nicht alle aufzählen kann. Auf jeden Fall ist Teneriffa einen Besuch wert. Hier kommt sicher jeder Besucher auf seine Kosten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.