Die Nostalgie der Polaroids

Gibt es eigentlich noch Polaroids? Ja, genau ich meine diese kleinen, fast quadratischen Bilder mit dem weißen Rand.
Das habe ich mich neulich gefragt, als ich mir digitale Bilder in schönster Farbqualität auf einem digitalen Bilderrahmen angesehen und feststellt hatte, dass sie eigentlich viel zu perfekt erscheinen …

Ich war als Kind schon immer fasziniert von der »Magie« dieses Aparates, der wie durch Zauberhand kleine zuerst schwarze Bilder ausspuckte und diese dann langsam Farbe annahmen. Leider waren die Bilder nie lange beständig und konnten sich farblich verändern, z.B. durch künstliches Licht.  Dennoch waren sie einzigartig, denn es gab keine Negative und man konnte sie nur durch einscannen oder abfotografieren vervielfältigen. Gerade aber die farblichen Veränderungen (Blau-, Grün- oder Gelb-Stich) ließen die Bilder schon von Anfang an sehr nostalgisch wirken. Was heute in Bildbearbeitungsprogrammen nachträglich erzeugt werden kann, war bereits vorhanden.

Und wer kam auf die Idee so eine Kamera zu entwickeln?

Das Quengeln eines Mädchens führte zu einer sensationellen Erfindung. Die Polaroid-Kamera wurde konstruiert, weil die Tochter eines Physikers nicht mehr abwarten wollte, bis Schnappschüsse aus dem Urlaub im Fotolabor entwickelt waren. Die Idee, Aufnahmen kurz nach dem Fotografieren anschauen zu können, ließ den Amerikaner Edwin Land nach dem Urlaub mit seiner Tochter im Jahr 1944 nicht mehr los. Land, der Polaroid sieben Jahre zuvor als Firma der optischen Industrie gegründet hatte, tüftelte an einer Sofortbild-Kamera bis das Modell 95 am 26. November 1948 zum Preis von 89,75 Dollar erstmals über die Ladentheke ging. [Quelle]

Viele Künstler scheinen das Polaroid für ihre Ideen noch immer zu nutzen. So habe ich einige schöne insprierende Fotos entdeckt:

>>Polaroid Experience<< zeigt weitere solcher Werke.

Weitere >>Bildopositionen<<

Weitere Beispiele:

>>Paris im Polaroid-Look<<

>>rettet die Polaroids<<

>>Lebende Polaroids<<

>>Polarids<<
Tolle Beispiele mit Motiven der Stadt Paris. Hier werden die unterschiedlichen Farbstiche sichtbar.

 

2 thoughts on “Die Nostalgie der Polaroids

  1. Danke fürs verlinken eines meiner Polaroids hier ( das mit dem Riesenrad und dem Karusell )Die einzigartigkeit der Bilder ist tatsächlich faszinierend. Ich habe schon vor Jahren der digitalen Fotografie (als Hobby) abgeschworen, gerade das „nicht-wissen-wie-das-Ergebnis-aussieht“ und die Farben und das „in-die-Hand-Nehmen-können“ macht es für mich so wunderbar….

  2. Hallo Norbert,
    dem kann ich nur zustimmen. Das Format ist auch unheimlich praktisch und es sollte viel mehr solcher farbenprächtigen Bilder geben.

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