Die beeindruckende Festung Königstein im Elbsandsteingebirge

Mich führte es an meinem letzten Urlaubstag hinaus in die Sächsische Schweiz. Nicht weit von Dresden entfernt, thront hoch oben auf einem Felsplateau die Festung Königstein. Ein schönes Ziel, für all diejenigen ohne Höhenangst, die eine Aussicht auf das Elbtal genießen möchten und etwas über die frühere Lebensweise auf der Festung erfahren möchte.

Zahlen und Fakten der Reise:

Um 1233 wurde die Festung Königstein das erste Mal in einer Urkunde erwähnt. Mit ihrer ausgeklügelten Sicherheitsanlage liegt sie auf einem Felsplateau auf einer Höhe von über 240 Metern. Um jedoch die Eingangsfront zu erreichen muss man zunächst die Rothe Brücke überqueren (oder man fährt bequem mit dem Lift). Erreicht man anschließend das Torwerk und passiert das Medusentor mit seiner Zugbrücke hat man den steilen Aufstieg schon fast geschafft. Die dunkle Appareille (Auffahrt) war durch Schießscharten und raffinierte Fallen vor Angriffen gesichert und ist nun nur noch dunkel und äußerst steil und steinig. Allerdings wurde der Aufgang um 1720 so verändert, dass der obere Bereich Wohnzwecken diente und der Aufgang nun tiefer liegt.

Die Mauern und Sandstein-Steilwände haben eine Höhe von bis zu 42 Metern und umgeben die gesamte Anlage auf einer Gesamtlänge von etwa 2,2 km (andere Quellen sagen 1,8 km). Das gesamte Gelände oberhalb des Berges umfasst 9,5 Hektar und zeigt über 50 Bauten. Der Rundgang durch die Anlage benötigt Zeit, denn allein der Weg entlang der Festungsmauer bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die Elbe, die Böhmische Schweiz und das Elbsandsteingebirge.

Ein besonderes Highlight ist der 152,5 Meter tiefe Brunnen, der als der zweittiefste Brunnen Europas gilt (übertroffen wird er noch vom 176 Meter tiefen Brunnen auf dem Kyffhäuser in Thüringen). Es dauert sieben Minuten bis ein Eimer herab gelassen, mit Wasser gefüllt und wieder herauf gezogen wird. Er wurde gebaut um im Falle einer Belagerung standhalten zu können ohne zu verdursten und nicht mehr auf Regenwasser angewiesen sein zu müssen.

Die Festung erfüllte vielerlei Zwecke: war Landesfestung von Sachsen, Garnisons-Standort, das Staatsgefängnis und auch Kriegsgefangenenlager. Wer jedoch glaubt, in den Kasematten gruselige Geschichten über Foltern oder Gefangene zu hören, die dort unten leben mussten, irrt. Die unterirdischen Gewölbe dienten mehr oder weniger der Lagerung von Vorräten und Munition. Einige wenige Gewölbe mussten jedoch zeitweise bewohnt gewesen sein, denn alte Schriften an den Wänden zeugen davon.

Eine Reihe von Dauer- und Wechselausstellungen ergänzt den Aufenthalt auf der Festung und am Ende des Tages ist es schon etwas merkwürdig wieder in die Neuzeit zurückzukehren.

Friedrichsburg

Ausstellung von Skulpturen

Während des Künstlersymposiums auf dem Königstein entstandenen Skulpturen

Der Hungerturm

Wachturm mit Sonnenuhr

3 thoughts on “Die beeindruckende Festung Königstein im Elbsandsteingebirge

  1. Die Festung ist in der Tat beeindruckend. Sehr schöne Bilder. Eine tolle Aussicht hattet ihr da.

  2. @Dussa: Die Aussicht war wirklich wunderbar. Wenn man allerdings Höhenangst hat, sollte man sich nicht zu weit nach vorn lehnen.

    @Till: Schön, dass dir der Beitrag gefallen hat. Der Rundgang und die Aussicht waren erstaunlich und nebenbei hat man sogar etwas gelernt.

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