Wie mir im Wunderland nicht nur Alice begegnete

Clip to Evernote

Ich war in den letzten Wochen ziemlich oft im Kino und wollte dazu kurz meine Rezension zum Besten geben. Also 3D-Brillen aufsetzen und los gehts:


Crazy Heart

Ohne viele große Erwartungen bin ich in diesen Film gegangen. Ich hatte mir nur den Trailer angesehen und vor allem die Musik hat mich dabei sehr begeistert. Doch was hat es mit diesem ergrauten, ständig betrunkenen und lustlosen Musiker Bad Blake auf sich? Man erfährt, dass der Erfolg eines einst so bekannten Country Musikers eben nicht ewig währt. So muss er auf seine “alten Tage” in schlecht besuchten und kleinen Bars spielen um sich halbwegs über Wasser zu halten. Doch was bleibt ihm in seinem Leben noch, außer die Musik und dem Alkohol?
Ziemlich schnell hat der Zuschauer irgendwie Mitleid mit diesem Kerl und nicht zuletzt erinnert der Film an “The Wrestler” oder “Walk The Line”. Als Blake dann noch die junge Journalistin Jean kennen und lieben lernt, denk man es geht nun endlich wieder bergauf mit ihm. Die Freude währt jedoch nicht lange, aber Blake erkennt, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen und noch einmal einen Neustart zu wagen.

Fazit [3,5/5 Punkte]: Ein atmosphärischer und irgendwie unaufregender Film, der jedoch mit Jeff Bridges überzeugt.

Auftrag Rache

Das Thema des Films ist nicht gerade neu: Mann verliert seine Familie bzw. geliebte Person und sinnt auf Rache. Mel Gibson mimt einen Cop Thomas Craven, dessen Tocher erschossen wird, direkt vor seinen Augen. Im Laufe des Films erfährt der Zuschauer, dass der Mörder es nicht etwa auf Craven abgesehen hat, sondern dass seine Tochter ein dunkles Geheimnis hütete …
Gibson verkörpert einen äußerst ruhigen und nachdenklichen Cop, dem sein eignes Leben am Ende nichts mehr bedeutet. Die Actionsequenzen sind gekonnt umgesetzt und obwohl Gibson nun auch schon so langsam in die Jahre gekommen ist, zeigt er das er es immer noch drauf hat.

Fazit [4,5/5 Punkte]: Der Film ist nicht nur actionreich bestückt, sondern hat auch eine gewisse Tragik, da Craven seine Tochter einfach anders kannte und so etwas nicht erwartet hätte. Es kommt immer wieder zu Szenen, bei denen ich eigentlich wusste, was passieren würde, ich mich aber dennoch ziemlich erschreckt habe. Gerade diese scheinbar besonnene Art von Craven und die Rückblenden, machen den Film zu einer gelungenen Inszenierung.

Alice im Wunderland

Alice war der Film, auf den ich mich in diesem Jahr (bisher) am meisten gefreut habe. Nicht nur James Cameron gelingt es eine zauberhafte Welt zu schaffen, auch Tim Burton zieht mich immer wieder magisch in seinen Bann. Sein Stil ist jedoch unverwechselbar und eben ein wenig düsterer als man es vielleicht erwartet (wenn man seine bisherigen Filme vielleicht nicht kennt). Auch wenn ich den Film nicht in 3D gesehen habe, wirkte alles wie in einem surrealen Traum: große Köpfe und Augen, komische hundsähnliche Monster, verrückte Kaninchen und eine zauberhafte Alice. Es macht irgendwie Laune die lustigen Gestalten durch den Film zu begleiten, doch leider wurde nur die traurige Hintergrundgeschichte des Hutmachers eingehender beleuchtet. Die anderen Charaktere kamen ein wenig zu kurz. Doch vielleicht wäre der sonst schon reizüberflutete Zuschauer dadurch einfach viel zu überfordert gewesen und im Allgemeinen ist die Geschichte um das Wunderland einfach zu oft erzählt worden.

Fazit [4/5 Punkte]: Die Geschichte funktioniert in sich und der Film kann ohne Vorkenntnisse geschaut werden. Ein ständiges Auf und Ab zwischen einer fantastischer Welt und kunterbunten Figuren und überraschend brutalen und blutigen Szenen.

Drachenzähmen leicht gemacht

Diesen neuen Animationsfilm aus dem Hause der “Shrek”-Macher dürfte ich schon vor dem offiziellen Filmstart zur Premiere in Berlin (mit)erleben.
Es geht in diesem Abenteuerfilm um ein Dorf voller Wikinger die in ständiger Angst vor den Drachen leben und diese bekämpfen. Auch der junge Hicks lebt in diesem Dorf und ist im Umgang mit Waffen eher ungeschickt. Doch als es eines Abends wieder zu Angriffen kommt, fängt er einen “Nachtschatten”. Dieser Drache wurde noch nie gefangen und die Wikinger erzählen sich schaurige Geschichten über ihn. Als Hicks den verwundeten Drachen entdeckt, bringt er es nicht übers Herz ihn umzubringen und so beginnt eine enge Freundschaft zwischen den beiden.
Hicks als Antiheld, der sich selbst oft nicht all zu ernst nimmt und die vielen bunten Drachen machen den Film zu einem rasanten Flugabenteuer, was durch die 3D Brille noch einen Hauch aufregender wird. Der Film beginnt sofort mit einer sich schnell ausbreitenden Actionsequenz und lässt den Zuschauer niemals einschlafen.
Die Mimik und Gestik des Nachtschatten erinnerten mich oft an Stitch (Lilo und Stitch) und irgendwie auch an eine Katze.

Fazit [5/5 Punkte]: Die Annäherung zwischen Hicks und dem Drachen ist in charmante Bildern umgesetzt. An Humor mangelt es ebenso wenig wie an einer schön erzählten Geschichte – nicht nur für Kinder sehenswert.

Deine Meinung

Deine E-Mail Adresse wird niemals veröffentlicht oder zu anderen Zwecken verwendet. notwendige Angaben *

*
*